Ostpreußisches Landesmuseum

Willkommen auf der Seite des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung

Im August 2018 wiedereröffnet, präsentiert Ihnen das Ostpreußische Landesmuseum mit neuer Deutschbaltischer Abteilung neben seinen wechselnden Sonderausstellungen eine vollkommen neugestaltete Dauerausstellung: Erforschen Sie Bernstein im hauseigenen Labor, spähen Sie vom Hochsitz in die weiten Wälder des ehemaligen Ostpreußens, verfolgen Sie den Weg vom Aufstieg Preußens bis zur Reichsgründung, erfahren Sie mehr über das Schicksal der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, entdecken Sie die Hansezeit, betrachten Sie bedeutende Kunst von Lovis Corinth und Käthe Kollwitz und lernen Sie die berühmten Trakehner-Pferde kennen. Ein Höhepunkt ist zudem die Deutschbaltische Abteilung, die erstmals die Geschichte der Deutschbalten museal aufbereitet. Freuen Sie sich auf eine lebendige und abwechslungsreiche Ausstellung!

Im Museumsshop wartet schöner Bernsteinschmuck und interessante Fachliteratur auf Sie. Das MuseumsCafé Bernstein lädt mit leckeren Köstlichkeiten zum Verweilen ein.

Aktuell befindet sich unser Internetauftritt noch im Aufbau, dennoch finden Sie hier die wichtigsten Informationen sowie Veranstaltungen.


Institutionelle Förderer

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

Die Erweiterung und Modernisierung des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg und die Integration einer Deutschbaltischen Abteilung wurden gefördert von:

Veranstaltungen:

Kabinettausstellung: Als Kostbarkeiten empfunden – Aquarelle von Heinrich Bromm


26. Januar 2019 bis 12. Mai 2019

 

Der Königsberger Maler Heinrich Bromm (1910-1941) war ein Ausnahmetalent. Viele Texte und seine Arbeiten belegen es. Sein Lehrer an der Kunstakademie, Eduard Bischoff, schrieb über ihn: Er machte mit seiner Malerei mehr Schule unter den Studierenden als die dort lehrenden Meister. Besonders hervorgehoben wurden seine Aquarelle. Von diesen sind noch etwa 100 Blatt von der Familie Bromms 1945 aus Königsberg auf der Flucht gerettet worden.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser souveränen Landschaftsschilderungen: Seine besondere Art, durch Formenvereinfachung und einzelne Details andererseits den Gesamteindruck der Landschaft hervorzuheben, ruft damals wie heute Erstaunen hervor. Bromm wuchs in Königsberg auf und studierte an der dortigen Kunstakademie 1929 bis 1932 und 1936 bis 1938 bei Fritz Burmann (1892-1945) sowie als Meisterschüler bei Eduard Bischoff (1890-1974). 1941 fiel er als Soldat in Russland.

Eröffnung
Freitag, 25. Januar 2019, 18.30 Uhr, Eintritt frei!

Führung durch die Kabinettausstellung
Dienstag, 5. Februar 2019,
14.30 bis 16.30 Uhr, Eintritt zzgl. 3,- €
(inklusive Kaffee und Gebäck)
Führung: Dr. Jörn Barfod (Kustos des Ostpreußischen Landesmuseums)
Eine Veranstaltung der Reihe „Museum erleben“.

Die Teilnehmerzahl bei unseren Veranstaltungen
ist begrenzt. Bitte reservieren Sie unter:
+49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Balance und Perspektiven – Retrospektive des Künstlers Hubertus von der Goltz


Sonderausstellung vom 13. April 2019 bis
6. Oktober 2019

Ausstellungseröffnung in
Anwesenheit des Künstlers Hubertus von der Goltz

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am
Freitag, 12. April 2019, 18.30 Uhr, Eintritt frei!

Programm
Grußwort: Dr. Joachim Mähnert
Ostpreußisches Landesmuseum
Katrin Schmäl
Hansestadt Lüneburg
Vortrag: Dr. habil. Rosa Gräfin von der Schulenburg
Akademie der Künste, Berlin
Einführung: Dr. Jörn Barfod
Ostpreußisches Landesmuseum

Musikalische Umrahmung mit dem Jazz-Duo von Tilman Oberbeck.

„Der Einzelne und seine Balance zwischen Denken, Handeln und Sein“, mit diesem Gedanken umreißt der 1941 in Ostpreußen geborene Künstler Hubertus von der Goltz sein künstlerisches Schaffen. Der international tätige Bildhauer und Installationskünstler ist heute mit seinen Arbeiten in Europa, Amerika und Asien vertreten.
Die menschliche Figur steht dabei immer im Mittelpunkt der Werke. Aber sie befindet sich auch immer in einem
größeren Raum, der als Herausforderung gesehen werden kann. In den Arbeiten zum Thema „Balance“ erobert
die Figur sichtbar den Raum. Durch die Erstreckung des Objekts in die Weite wird die menschliche Figur jedoch
kleiner und erscheint nun als Silhouette. Um raumgreifender werden zu können, scheint von der Goltz eine
Dimension zu verlassen.

Hubertus von der Goltz studierte nach einer Klavierbauerlehre 1968 bis 1977 an der Berliner Hochschule
der bildenden Künste. Während eines Italien-Stipendiums 1978-1979 fand er wesentliche Impulse für seine
späteren Arbeiten. 1980-1985 war er künstlerischer Mitarbeiter an der Berliner Hochschule, 1988-1989 dort
als Gastprofessor tätig. Seither arbeitet er als freischaffender Künstler international. Die Ausstellung ist als Retrospektive angelegt. Zu den bildhauerischen Arbeiten der frühen Schaffenszeit gehören viele eigenwillige Portraits und Ganzfiguren in verschiedenen Materialien. Mit den „Balance“-Figuren, die bald auch den öffentlichen Raum eroberten, kam sein Durchbruch zu großer Bekanntheit. Durch die Konzentration auf die Silhouette in der Balance kam von der Goltz schließlich auch zum Wandbild und zur Grafik. Aus allen Bereichen des Schaffens zeigt der Künstler gültige Werke. Die Arbeiten im öffentlichen Raum werden medial vermittelt.

Kinderclub: Landschaftsmalerei mit Aquarellfarben


Donnerstag, 25. April 2019, 15 bis 17 Uhr,
Eintritt frei!

Kinderclub im Museum mit Janina Stengel
Für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren

Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben.
Viele Themen, die es im Museum zu entdecken gibt, sind auch für Kinder interessant und können mit Hilfe pädagogischer Anleitung die Möglichkeit bieten, auf kreative Weise neue Welten zu erschließen.

Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine Anmeldung erforderlich:
Tel. +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

Primus-Vortrag: Kuehn Malvezzi – Räume für Kunst


Donnerstag, 2. Mai 2019, 18.30 Uhr,
Eintritt frei!

Vortrag im Rahmen des PriMus-Programms von Nina S. Beitzen,
Kuehn Malvezzi (Architekturbüro)

Veranstaltungsort: Foyer des Ostpreußischen Landesmuseums

Nina S. Beitzen berichtet von Ihrer Tätigkeit als Direktorin für den Bereich Museografie und Ausstellung bei Kuehn Malvezzi. Öffentliche Räume und Ausstellungen sind die Schwerpunkte der Arbeit von Kuehn Malvezzi als Architekten, Designer und Kuratoren. Neben Museums- und Galerieprojekten sowie zahlreicher Ausstellungsarchitekturen ist das Büro für die Neugestaltung vieler zeitgenössischer aber auch historischer Kunstsammlungen verantwortlich. Hierbei steht insbesondere ein sensibler Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz im Vordergrund.

Seit 2013 ist Nina S. Beitzen im Architekturbüro Kuehn Malvezzi tätig, sie ist unter anderem verantwortlich für die Sammlungspräsentation des Alt- und Neubaus des Städel Museums Frankfurt, die Neupräsentation des Liebieghaus in Frankfurt, die Sammlungspräsentation des Kunstgewerbemuseums Berlin und des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig, die Erweiterung des Hamburger Bahnhofs für die Flick Collection in Berlin und die Museumserweiterung der Modernen Galerie des Saarlandmuseums in Saarbrücken. Als Lehrbeauftragte unterrichtete sie von 2007-2012 an der HFG Karlsruhe Ausstellungsdesign und Kuratorische Praxis.

Das vom BMBF und der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH geförderte Forschungsprogramm PriMus – Promovieren im Museum initiiert eine nachhaltige Kooperation und Vernetzung zwischen Universität und Museum. Es handelt sich um ein interdisziplinäres Promotionsprogramm in Kooperation mit sechs Museen aus der Hamburger Region. Ziel des Programms ist es, ein museumsbezogenes Ausbildungsmodell zu implementieren, das Promotion und Inhalte eines Museumsvolontariats verbindet, den Transfer zwischen kunst- und kulturwissenschaftlicher Forschung und Museen zu befördern und Museen verschiedenen Typus in einen wissenschaftlichen Dialog zu bringen.

Kartenreservierung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content.

 

Öffentliche Sonntagsführung: Bierbrauen in Lüneburg


Sonntag, 5. Mai 2019, 14 Uhr,
1,50 € zzgl. Eintritt

Führung durch das Brauereimuseum mit Hans-Ulrich Appel

Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung bietet jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr eine öffentliche Führung zu unterschiedlichen Themen an.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tourismus in Ostpreußen


Dienstag, 7. Mai 2019, 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr,
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee und Gebäck)

Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Museum erleben mit Ann-Christin Lepper,
Wissenschaftliche Volontärin

Die Führung von Ann-Christin Lepper präsentiert die Besonderheiten des Reiselands Ostpreußen.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14.30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammen und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Eine vorherige Anmeldung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content. ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.

Kinderclub: Finde Dein Lieblingsobjekt im Museum


Donnerstag, 9. Mai 2019, 15 bis 17 Uhr,
Eintritt frei!

Kinderclub im Museum mit Janina Stengel
Für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren

Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für alle Kinder von 6 bis 12 Jahren statt.
Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Anmeldung unter 04131 759950 oder Enable JavaScript to view protected content..

 

Internationaler Museumstag 2019


Sonntag, 19. Mai 2019, 10 bis 18 Uhr, Eintritt und Führungen frei!

An diesem Tag gibt es um 11 Uhr eine Führung zum Thema "Flucht, Verteibung und Integration" von Dr. Eike Eckert. Um 14 Uhr führt Dr. Jörn Barfod durch die Kunstabteilung und um 15 Uhr startet eine Führung durch das Brauereimuseum. Zwischen 15 und 17 Uhr lernen Sie unseren Familienpfad kennen. Anschließend werden Tiere aus Tonmasse geformt.

Neue Musik im Museum – Komponistenporträt I


Donnerstag, 16. Mai 2019, 18.30 Uhr,
Eintritt 9,00 €

Goran Lazarević (Serbien) im Porträt von Prof. Helmut W. Erdmann.

Mit "Fischotter Ingo" durchs Museum


Dienstag, 21. Mai 2019, 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr,
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee und Gebäck)

Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Museum erleben mit
Silke Straatman, Leiterin Bildung und Vermittlung

Silke Straatman führt die Besucherinnen und Besucher auf dem Ingo-Pfad durch das Museum. Es werden verschiedene Stationen angesteuert, die für Familien - vom Kind bis zu den Großeltern - besonders interessant sind.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14.30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammen und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Eine vorherige Anmeldung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content. ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.

Heimatlos. Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung


Mittwoch, 22. Mai 2019, 18.30 Uhr,
Eintritt 5,00 €

Vortrag von Dr. Christopher Spatz

Millionen Menschen querten die innerdeutsche Grenze von Ost nach West und passierten ab September 1945 das niedersächsische Grenzdurchgangslager Friedland. Sie kamen aus dem Kommunismus in den Kapitalismus, aus einer fremdgewordenen Heimat in eine ungewisse Zukunft. Für die Eintreffenden bedeutete das Lager ein Durchatmen, aber auch Abschied und Endgültigkeit. Empfangen wurden sie im Zeichen selbstloser Hilfsbereitschaft. Das Presseecho war enorm, die Symbolik verbindend. Getriebenheit, Verelendung und Rührseligkeit, Tod und Neuanfang bildeten hier ein verstörendes Nebeneinander.

Der Verlust der Heimat ist existentiell. In vielen Familien wirkt die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen weiter. Was bedeutet es, entwurzelt zu sein? Wie erlebt und empfindet man das Ankommen in einem neuen System? Christopher Spatz erzählt von dem entscheidenden Moment des Weltenwechsels und den Facetten der Heimatlosigkeit. Er zeigt auch Aufnahmen des 1919 in Masuren geborenen Fotoreporters Fritz Paul, die die Schicksale der Heimkehrer und Aussiedler in den 1950er-Jahren dokumentieren.

Christopher Spatz wurde 1982 in Bremen geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik promovierte er 2015 an der Berliner Humboldt-Universität zur Identität der ostpreußischen Wolfskinder. Er hat für die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung gearbeitet und die erfolgreiche Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker zur Entschädigung der Wolfskinder durch die Bundesrepublik wissenschaftlich begleitet. Im Ellert & Richter Verlag ist von ihm bereits „Nur der Himmel blieb derselbe. Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben“ erschienen.

Kartenreservierung: Tel. 04131-759950 oder Enable JavaScript to view protected content.

 

Kinderclub: Sternenbilder, Planeten und Raketen


Donnerstag, 23. Mai 2019, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!

Kinderclub mit Taalke Schmidt

Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für alle Kinder von 6 bis 12 Jahren statt.
Der Einstieg ist jederzeit möglich, eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Anmeldung unter 04131 759950 oder Enable JavaScript to view protected content..

Sommerferienprogramm: Finde den Schwerpunkt – Balancieren und das Gleichgewicht halten


Sommerferientage 23. bis 26. Juli 2019, tgl. von 13.30 bis 16.30 Uhr, 4,00€ pro Tag
Achtung: Kinder mit der Hansecard bezahlen nur 50%!


Anmeldungen für einzelne Tage oder die ganze Woche sind möglich.
Für Kinder von 8 bis 12 Jahren.

Es entstehen vergnügliche-fragile Gebilde aus Alltagsgegenständen und Fundstücken, die auf einem Bindfaden balancieren oder sich an Fäden gegenseitig die Waage halten. Das sind Fingerübungen für das Gleichgewicht. Und es geht nicht ohne Kleben, Bohren, Biegen, Kippeln und Wackeln. Vielleicht stürzt mal einer ab, aber zuletzt werden alle „Balancierer“ auf dem Seil tanzen.
Die Balance soll zudem mit Collagen auf dem Paper gehalten werden. Ein künstlerisches Experiment, dass richtig Spaß macht. Die Sonderausstellung „Balance und Perspektiven“ mit den außergewöhnlichen Werken des zeitgenössischen Künstlers Hubertus von der Goltz werden dazu anregen.

Das Sommerferienprogramm steht unter der künstlerischen Anleitung von Petra Vollmer.

Von der Zeichnung zum dreidimensionalem Objekt – Zeichnung und Plastik im Dialog


5. bis 9. August 2019, tgl. 14.00 bis 17.00 Uhr, 150€ (zzgl. 10 € Material) für die ganze Woche

Künstlerische Sommerakademie im Rahmen der Sonderausstellung „Perspektive und Balance – Hubertus von der Goltz“

Als die Künstler sich von dem Diktat der strengen Regeln der Künstlergilden zu befreien suchten und sich als Freischaffende verstanden, wurden die Grenzen zwischen den Gattungen der bildenden Kunst fliesender. Im 19. und 20. Jahrhundert haben viele Künstler in ihrem Werk neben Malerei und Grafik, der plastischen Gestaltung nachvollzierbare Aufmerksamkeit geschenkt. Mit einer Übertragung des Motivs aus der zweiten in die dritte Dimension wurde eine Bereicherung der künstlerischen Ideen erreicht.
In unserer Sommerakademie werden wir den Weg der Entwicklung einer Idee von einer Skizze bis zum dreidimensionalen Objekt gehen. Die Skizze dient als erster Schritt im Prozess der Werksentstehung aus der Fläche zum Raum.

Die Künstlerin Elena Steinke (Breklumer Artstudio) wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Schaffen begleitend unterstützen.

Anmeldung erforderlich unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content.

„Ars Baltica“ – Eine Kulturreise nach Nidden/Nida und Riga


vom 7. bis 14. Oktober 2019

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Jörn Barfod,
Kustos des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg,
Autor des Buches „Nidden – Künstlerort auf der Kurischen Nehrung“

Nidden auf der Kurischen Nehrung (heute das litauische Nida) gehörte zu den ältesten Künstlerkolonien Deutschlands. Durch seine exponierte Lage zwischen Ostsee und Haff und wegen der grandiosen Dünenwelt der Nehrung zog es schon früh Künstler aus dem ostpreußischen Königsberg an. Lovis Corinth war einer der ersten. Bald schon kamen Maler und andere Künstler im Sommer. Unter den Malern des Expressionismus liebte besonders Max Pechstein diesen Künstlerort. Ernst Mollenhauer, Carl Knauf, Richard Birnstengel u.a. wurden dort ansässig. Den größten Zulauf erlebte der Fischerort ab Ende der 1920er Jahre. Thomas Mann baute sich hier 1929/30 ein Sommerhaus.

In die spannende Geschichte der Künstlerkolonie wird uns Dr. Jörn Barfod einführen. Er ist Kustos am Ostpreußischen Landesmuseum, wo das Thema seit Jahren zu den wichtigen Themenfeldern der Sammel- und Ausstellungstätigkeit gehört. Das Lüneburger Museum verfügt über eine wichtige Sammlung zur Künstlerkolonie Nidden. Ausflüge nach Klaipeda, dem alten Memel, Besuch im Thomas-Mann-Haus und eine Fahrt mit einem nachgebauten Kurenkahn runden das Programm ab.

Der zweite Teil der Reise führt nach Riga, Hauptstadt Lettlands und mit rund 700.000 Einwohnern größte Stadt des Baltikums. Sie war und ist wie kaum eine zweite an der Ostsee Ort der Begegnung unterschiedlicher Kulturen: Die vor mehr als 800 Jahren gegründete Stadt war ein wichtiges Mitglied der Hanse. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Ordensstaates fiel sie im 16. Jahrhundert an Polen-Litauen, später an Schweden und schließlich Anfang des 18. Jahrhunderts an das Russische Reich. Diese wechselnde Geschichte hat ihre deutlichen Spuren im Stadtbild und in der Kunst hinterlassen. Auf Altstadtrundgängen, Ausflügen und Besuchen kulturgeschichtlicher Einrichtungen werden wir einige davon aufspüren.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Agata Kern, Kulturreferentin für Ostpreußen und das Baltikum
am Ostpreußischen Landesmuseum
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Tel.: 04131-7599515
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.

 

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